Für eine starke Bildung unserer Kinder im Kanton Schwyz
18. August 2025
Stellen sie sich vor, sie unterstützen jahrelang finanziell einen jungen Schweizer Skifahrer und im Augenblick, wo dieser im Weltcup seinen Durchbruch schafft und ihr Sponsoring Früchte trägt, wechselt er zu den Österreichern, da diese höhere Siegesprämien ausschütten.
Das Gleiche passiert heute bei den frisch ausgebildeten Lehrpersonen. Während den letzten 5 Jahren haben rund 50% der Abgänger der PH Schwyz eine Stelle ausserhalb unseres Kantons angenommen, da unsere umliegenden Kantone höhere Einstiegslöhne bezahlen. Das sind alles Lehrpersonen, deren Ausbildung wir mit unseren Steuergeldern unterstützten und die uns nachher in unseren Gemeinden fehlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei den PH-Abgängern um kantonale oder ausserkantonale Absolventen handelt.
Obwohl uns diverse vermeintliche Bildungsexperten der SVP in den letzten Wochen davon überzeugen wollten, dass die Erhöhung der Löhne keine Probleme löse, zeigen diese Zahlen ein ganz anderes Bild. Die moderate Erhöhung der Einstiegslöhne vermindert den Wettbewerbsnachteil unseres Kantons. Damit steigern wir die Motivation der jungen Lehrpersonen, die wir an unserer PH ausgebildet haben, eine Stelle in unserem Kanton anzunehmen.
Die Teilrevision des Personal- und Besoldungsgesetzes für Lehrpersonen ist Teil eines vollumfassenden Massnahmenpakets, mit welchem die Problematik des Lehrpersonenmangels, bzw. der mangelnden Attraktivität des Lehrberufs im Kanton Schwyz nachhaltig angegangen werden soll. Einige Massnahmen wurden bereits umgesetzt bzw. gelten seit dem Schuljahr 2025/26. Die moderate Anhebung der Einstiegslöhne ist somit nur ein weiterer Schritt, um die Bildung zu stärken und sicherzustellen, dass unsere Kinder und Jugendlichen auch zukünftig von adäquat ausgebildeten Lehrpersonen unterrichtet werden.
Die vorliegende Teilrevision beinhaltet auch die kostenneutrale Vorverlegung des Kündigungstermins auf Ende Schuljahr auf den 31. Januar, welche den Schulleitern mehr Planungssicherheit gibt. Die Verschiebung des Termins macht aber auch vor allem den Einstieg für Studienabgänger attraktiver, denn für die PH-Abgänger ist es ein Vorteil, wenn sie frühzeitig wissen, wo Stellen vorhanden sind, da sie sich gemäss Schulleitung der PHSZ bereits im Januar / Februar auf dem Stellenmarkt orientieren bzw. sich für eine Anstellung bewerben. Auch dieser Punkt wird uns helfen, Junglehrpersonen im Kanton zu halten.
Setzen wir uns für unsere Lehrpersonen und eine starke Bildung in unserem Kanton ein und sagen Ja am 28. September.
