Zukunft sichern
2. September 2025 – Leserbrief zur PGL-Abstimmung
Lehrpersonen verdienen einiges mehr als normale Arbeitnehmende in der Privatwirtschaft,
genießen deutlich längere Ferienzeiten sowie weitere Vorzüge als Kantonsangestellte. Ein
Umstand, der häufig kritisiert wird. Der Lehrerberuf ist für die Zukunft unserer Gesellschaft
aber von zentraler Bedeutung. Die erheblichen zusätzlichen Belastungen der vergangenen
Jahre, die zu Überlastung und Unzufriedenheit führen, sind nicht zu übersehen. Gründe dafür
gibt es viele wie: steigender administrativer Aufwand, die Umsetzung der integrativen Schule,
ständig neue Lehrmittel sowie mangelnde Erziehung der Kinder zu Hause und so weiter. Ich
habe großen Respekt vor diesem Berufsstand und bin überzeugt, dass auch noch mehr
Anpassungen als bereits umgesetzt und angedacht notwendig sind, damit wir in unserem
Kanton künftig genügend qualifizierte Lehrpersonen haben. Obwohl ein noch höherer Lohn
nicht die Lösung aller Probleme ist, befürworte ich als sofort umsetzbaren Schritt die
Anhebung der Einstiegslöhne, um junge Lehrpersonen im Kanton zu halten. Hier greift das
Prinzip der Marktwirtschaft: Wenn andere Kantone deutlich höhere Gehälter bieten und wir
keine ausreichenden Vorteile entgegensetzen können, müssen wir handeln. Tun wir es jetzt,
damit wir im Kanton Schwyz nicht weiterhin doppelt bestraft werden: Einerseits investieren
wir erhebliche Steuergelder in die Ausbildung der Junglehrpersonen an unserer
Pädagogischen Hochschule, verlieren aber viele davon an andere Kantone wegen zu großer
Lohnunterschiede und haben das Nachsehen. Ohne Erhöhung der Einstiegslöhne spitzt sich
der Lehrermangel bei uns weiter zu. Darum stimme ich am 28. September bei der Teilrevision
des Personal- und Besoldungsgesetzes für die Lehrpersonen an der Volksschule mit einem
klaren Ja.
