Die Mitte Frauen engagieren sich für Familien
15. April 2025 – Die Mitte Frauen setzen sich mit Überzeugung für die Familienzeit-Initiative ein. Warum ihnen dieses Engagement besonders am Herzen liegt, lesen Sie im Beitrag.
Am 2. April 2025 wurde auf dem Bundesplatz die Familienzeit-Initiative lanciert, welche unter anderem durch Mitte Frauen Schweiz, Travail.Suisse, den Schweizerischen Hebammenverband, die Juristinnen Schweiz, alliance F, GLP, SP sowie durch die EVP getragen wird. Die Initiantinnen und Initianten, so auch der Schwyzer Nationalrat Dominik Blunschy, fordern eine paritätische Elternzeit von je 18 Wochen. Der Bezug ist, abgesehen vom gesetzlichen Mutterschutz, freiwillig. Finanziert wird die Elternzeit über die Erwerbsersatzordnung analog des „Vaterschafts-“ sowie des „Mutterschaftsurlaubs“.
Die Mitte Frauen Schwyz sammelt Unterschriften für die Initiative im Kanton Schwyz. Denn sie ist ein Zeichen auf die veränderten Lebenswelten: Während es noch vor einigen Jahren üblich war, dass die Mutter die umfängliche Betreuung und Begleitung des Kindes übernommen hat, ist dies heutzutage finanziell nicht mehr möglich. Viele Familien geraten in finanzielle Schieflage, wenn ein Elternteil aus dem Erwerbsleben aussteigt und die gesamte Kinderbetreuung übernimmt. So soll einerseits der schnellere berufliche Wiedereinstieg der Frauen erleichtert werden und den Vätern andererseits gleichberechtigt Zeit für die Familie eingeräumt werden. Die Betreuung nur durch die Mutter entspricht vielmals auch nicht mehr dem aktuellen Verständnis zur Arbeitsteilung innerhalb von Familien. Ein weiteres top aktuelles Thema, welches sich durch die niedrige Geburtenrate wahrscheinlich weiter verschärfen wird, ist der Fachkräftemangel. Es ist schade, wenn viel finanzielle Mittel in die Ausbildung von Frauen investiert wurde und diese anschliessend kein Zeichen gegen den Fachkräftemangel setzen können. Frauen sind in der Berufswelt nicht wegzudenken. Die Schweiz braucht sowohl Arbeitskräfte als auch eine starke nächste Generation. Die Eltern, die beides leisten, sind zu unterstützen. Die Initiative schafft eine Gleichberechtigung beider Elternteile sowohl in Familie, als auch in Beruf. Eine in Auftrag gegebene Studie hat gezeigt, wie sich die Initiative aus monetärer Sicht lohnt, denn durch die höhere Erwerbstätigkeit von Frauen werden die Steuereinnahmen ansteigen. Also eine Win-Win-Situation.
Es ist eindrücklich, wie viel Einfluss das erste Lebensjahr auf die weitere Entwicklung von Kindern hat. Insbesondere die Bindung ist im ersten Jahr im Fokus. Demnach ist es sinnvoll, wenn das Kind auch viel Zeit mit dem Kindesvater erfahren darf. Väter haben es heute immer noch schwerer, das Pensum zu reduzieren oder für eine kurze Zeit aus dem Erwerbsleben auszusteigen und verpassen grosse Entwicklungsschritte ihres Kindes. Die Initiative ermöglicht es den Vätern, während dem ersten Lebensjahr die Schritte zu erleben und eine enge Bindung zum Kind aufzubauen.
Die Mitte Frauen Schwyz stehen gemeinsam mit der Jungen Mitte Kanton Schwyz hinter der Familienzeit-Initiative und danken Nationalrat Dominik Blunschy für sein Engagement, sich als Teil des nationalen Komitees hinter die Initiative zu stellen.
Unterschrieben werden kann auf dem Unterschriftsbogen der Mitte Frauen Schwyz bei allen Vorstandsmitgliedern oder alternativ kann dieser auf der Homepage heruntergeladen und eingesandt werden. Danke für die Unterstützung.
