Lähmt die unsichere Weltlage die Schwyzer Wirtschaft?
28. Dezember 2025 – Die schlechten Nachrichten reissen nicht ab. Anhaltende Kriege, drohende Handelskonflikte und Umweltkatastrophen verunsichern die Menschen weltweit in wachsendem Masse. Nicht nur Politik und Wirtschaft sind unter Druck, auch die Sicherheit der Schweiz ist stärker bedroht. An der Wirtschaftstagung der Mitte Schwyz benennt Bundesrat Martin Pfister die Herausforderungen und zeigt auch auf, was das alles für den Kanton Schwyz bedeutet.
Wir leben in unsicheren Zeiten. Die erfolgreiche Schweizer Volkswirtschaft ist mit massiven und oft unvorhersehbaren Herausforderungen konfrontiert. Eine enorm dynamische Entwicklung der Technologien, anhaltende Konflikte und nicht zuletzt eine unberechenbare US-Regierung bringen die Welt zunehmend an Abgründe. Sicherheitspolitische Unsicherheit macht sich breit.
Die USA, die nach dem Zweiten Weltkrieg massgeblich für einen Aufschwung in Europa sorgten und nach 1989 eine scheinbar stabile Weltlage garantieren wollten, scheinen sich nicht mehr als Schutzmacht Europas zu verstehen. Reihum zetteln sie Handelsstreitigkeiten an, stellen mit überraschenden Kehrtwendungen bisherige Bündnisse in Frage und stossen selbst befreundete Staaten vor den Kopf – zuletzt die Schweiz, indem sie ohne Rücksicht zum Zollhammer griffen. Diese «Hüsch- und Hott-Politik» trägt zu einer wachsenden Verunsicherung bei, die längst auch in der Wirtschaft um sich greift. Aber auch innenpolitisch ist die Sicherheit abhanden gekommen. Soll sich die erfolgsverwöhnte Globalisierungs-gewinnerin Schweiz in Zukunft dem Isolationismus hingeben? Was früher sicher war, wird unsicher. Auch der bisherige Erfolg der Schweizer und der Schwyzer Wirtschaft?
Was gestern für Unternehmen noch als gegeben und gesichert betrachtet werden durfte, steht heute in Frage. Längst ist davon nicht nur die Wirtschaft betroffen, die Schweiz als souveränes Land muss feststellen, dass die eigene Sicherheit weit stärker und Druck geraten ist, als noch vor wenigen Jahren.
Es droht ungemütlich zu werden.
Einschätzungen aus erster Hand
Wer weiss besser, wie sich die Sicherheitslage der Schweiz heute darstellt, als der amtierende Vorsteher des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS)? Bundesrat Martin Pfister ist als wichtiges Mitglied der Landesregierung der richtige Mann, um zu diesen zentralen Fragen seine Sicht der Dinge, die Herausforderungen und die Lösungsansätze des Bundesrats zu präsentieren. Als langjähriger Kantons- und Regierungsrat im Kanton Zug verfügt er über eine breite politische Erfahrung und kennt die Sorgen und Nöte der Menschen. Seit April 2025 leitet er das VBS und hat bereits mit einigen mutigen Entscheidungen auf sich aufmerksam gemacht.
Das anschliessende Podium unter der bewährten Leitung von Andreas Dummermuth bietet Gelegenheit, wichtige Aspekte zu vertiefen. Wie gewohnt steht das Mikrofon auch offen für Fragen aus dem Publikum. Traditionellerweise bietet die Wirtschaftstagung der Mitte Schwyz über die Parteigrenzen hinaus beim anschliessenden Apéro und beim gemeinsamen Nachtessen Gelegenheit, die Gespräche weiterzuführen. Eine Anmeldung ist notwendig.
35. Wirtschaftstagung «Die Mitte Schwyz» in Brunnen: «Unsichere Schweiz = unsichere Wirtschaft?», Freitag, 30. Januar 2026, 17.30 Uhr im Seehotel «Waldstätterhof» Brunnen. Anmeldungen sind bis 23. Januar 2026 zu richten an: Die Mitte Schwyz, Silvio Beringer, Breitfeld 15, 6403 Küssnacht am Rigi, per E-Mail: [email protected] oder direkt online auf der Homepage www.die-mitte.ch. Die Teilnahme an der Tagung und am anschliessenden Apéro kostet Fr. 30.–, das Gesamtpaket mit Nachtessen (exkl. Getränke) Fr. 100.–.
