Zugersee: Jetzt ist sofortiges Handeln gefragt
15. November 2025 – Der heute vom Zuger Regierungsrat verfügte sofortige Stopp der Fischerei auf Raubfische im Zugersee aufgrund der hohen PFAS-Belastung ist ein deutliches Signal. Die Mitte Schwyz bedauert die einschneidenden Massnahmen zutiefst, sieht darin aber eine weitere Bestätigung für die Dringlichkeit der Zugersee-Initiative.
«Wenn Speisefische aus dem Zugersee entsorgt werden müssen, ist klar: Die Belastung des Sees hat ein Mass erreicht, das niemand mehr verantworten kann», erklärt Mitte-Kantonsrat Mathias Bachmann, Vorsitzender des Initiativkomitees. «Wir haben zu lange zugeschaut. Jetzt braucht es eine nachhaltige Sanierung. Unsere Initiative ermöglicht genau das.»
Das Problem der PFAS- und Phosphor-Belastung ist seit längerer Zeit bekannt. Die Zugersee-Initiative verlangt, dass sich der Kanton Schwyz an der gemeinsamen Sanierung des Zugersees beteiligt. Sie setzt auf die bewährte Methode der Seebelüftung zur Verbesserung der Wasserqualität. «Der heutige Entscheid zeigt, dass die Zeit des Wegschauens vorbei ist», so Mitte-Kantonsrat Stefan Langenauer. «Wir können nicht einfach die Fische vernichten und gleichzeitig nichts gegen die Ursachen unternehmen.»
Die Mitte Schwyz ruft den Regierungsrat dazu auf, die Zugersee-Initiative zügig vors Volk zu bringen. Die Bevölkerung hat bereits über 2’100 Unterschriften für eine saubere Lösung geleistet. «Das Vertrauen in die Wasser- und Lebensmittelsicherheit ist ein hohes Gut. Dieses Vertrauen lässt sich nur mit konsequentem Handeln zurückgewinnen», betont Bachmann.
